Die Biblische Taufe

„Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,“ (Eph. 4:5)

Die Taufe ist sehr wichtig im Leben eines Christen. Sowohl in den Evangelien, als auch in der Apostelgeschichte und den Lehrbriefen wird sie immer wieder genannt.

1. Was ist die Taufe ?

eine Anknüpfung an die Errettung Noahs durch die Wasser der Sintflut hindurch und die Bitte zu Gott (LÜ: „Bund“) um ein gutes Gewissen

„…während die Arche gebaut wurde, in die wenige, das sind 8 Seelen durchs Wasser hindurch gerettet wurden. Das Gegenbild dazu errettet jetzt auch euch, das ist die Taufe – nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches sondern die Bitte zu Gott um ein gutes Gewissen -, durch die Auferstehung Jesu Christi.“ 1.Petr.3; 21 (ElbÜ)

Mitbedingung für die Errettung und Folge des Glaubensgehorsams

„Wer gläubig und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden“. Mk.16;16

Eine Bestätigung einer echter Buße(=Umkehr) zu Gott

„bringt nun der Buße würdige Frucht…“ sinngemäß: bevor ich euch taufe. Luk.3;8 (alle) Matth.3 (Pharisäer)

Eine Erfüllung der Gerechtigkeit = Tat des Glaubensgehorsams

Jesus selbst sagt zu Johannes dem Täufer „…denn es gebührt uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.“ Matth.3;15

Die Vorbereitung zum Empfang der Gabe des heiligen Geistes

„Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des heiligen Geistes empfangen.“ Apg.2;38

Eine Art öffentlicher erster Akt, um zur Gemeinde hinzugetan zu werden

„Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tage bei 3000 Seelen hinzu getan.“ Apg.2:41

ein symbolisches Begräbnis des alten Lebens, um mit IHM im Auferstehungsleben zu leben. „Durch die Taufe sind wir alle mit Christus gestorben und begraben. Und wie Christus durch die Herrlichkeit und Macht seines Vaters von den Toten auferweckt worden ist, sollen auch wir ein neues Leben führen“ Hoffn. f. alle Rö.6;4

„mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mitauferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes.“ Kol.2:12

Ein Hinweis auf die Leidenstaufe des HERRN

„Ich aber habe eine Taufe, womit ich getauft werden muss, und wie bin ich bedrängt , bis sie vollbracht ist“ Lu.12:50

2. Wer lässt sich taufen?

Es lassen sich Menschen taufen, die dem Evangelium glauben und Buße getan haben. Menschen, die bewusst und freiwillig Jünger Jesu geworden sind, Menschen, die zu Gott zurückgekehrt sind also keine Säuglinge, die noch keine Sünden haben. Auch keine bereits vollkommenen Menschen, sondern solche, die Jünger, d.h. Lehrlinge des HERRN geworden sind. (Apg. 2:37-38; Mk 16:15-16; Mt 28:19)

3. Wie lässt man sich taufen?

Durch Untertauchen. Das griech. Wort bedeutet im Urtext „untertauchen, völlig überströmt werden“. Es wird oft verwendet für gesunkene Schiffe. Dies deutet auf das völlige Untertauchen hin. (baptizo: etw. vollständig untertauchen, versinken, überfluten). Besonders in Apg. 8 36 ff. wird deutlich, wo sowohl Philippus als auch der Kämmerer aus dem Wasser heraufstiegen.

4. Wo lässt man sich taufen?

Dort, wo Wasser ist. (Apg. 8: 36). Kein geweihtes Wasser, auch nicht das des Jordan ist nötig.

5. Gib es eine spezielle Taufformel?

Es gibt 2 Formulierungen, die im Neuen Testament vorkommen:

„ auf den Namen des Vaters des Sohnes und des heiligen Geistes“. Matth.28;19„ auf den Namen …“ bedeutet: Der Täufling wird als Eigentum „verschrieben“ nach einer damals gültigen Formulierung. Er wird dadurch offiziell in das Hoheitsgebiet Gottes hineingenommen. Er ist Gottes Eigentum. Der Täufling genießt jetzt durch diese „offizielle Verschreibung“ den besonderen Schutz Gottes. Er ist Bürger von Gottes Hoheitsgebiet und somit nur vom Teufel angreifbar, wenn er Gottes Hoheitsgebiet verlässt und auch dann nicht ohne weiteres. Dieses Schutzes wird er aber nur dadurch zuteil, weil er sich willentlich, freiwillig taufen lässt. Nicht als wäre die Taufe selbst eine magische Weihe. Aus dieser abergläubischen Vorstellung kommen, Kindertaufe und Taufe als Sakrament.

„im Namen des Herrn Jesus.“ Apg.19;5 „im Namen…“ bedeutet: Der Täufer vollzieht diese Handlung anstelle und in der Autorität Gottes, so als würde Gott sie selbst taufen. Das Sagen dieser Formulierungen ist aber nicht gleichzusetzen mit dem Aufsagen einer magischen Formel, die dann für sich selbst etwas bewirkt (Zauberformel). Eine solche Vorgehensweise würde dem Geist des Evangeliums völlig widersprechen, denn Jesus und später Paulus und die Apostel waren immer darum bemüht, ihren Zuhörern die persönliche Verantwortung ihrer Handlungen vor Augen zu stellen, und die Nichtigkeit rein äußerlicher Handlungen, so auch: Beschneidung, Gesetz halten, beten, Almosen geben, Speisen usw.

6. Was ist man, wenn man getauft worden ist?

1.

• Man wird der Gemeinde hinzugetan. Man gehört zum Leib Christi. Ein Nachfolger Jesu ohne feste Anbindung und verbindliches Leben innerhalb einer Gemeinde ist unbiblisch. (Apg 2:41)
2.

• Man ist mit Christus auferweckt und lebt mit IHM in Neuheit des Lebens. Das alte Leben wird völlig verleugnet. (Rö 6:4)

7. Wer darf taufen?

In den Evangelien haben Johannes der Täufer, Jesus, und die Jünger getauft. Wenn es auch keine klare Aussage in der Schrift darüber gibt, so deutet alles darauf hin, daß die Taufe nicht von besonders dafür ausgestatteten Amtsträgern, sondern einfach von Jüngern Jesu vollzogen wurde.

Herkunft der Taufe

Das Volk Israel kannte zu Jesu Zeiten u.a. drei Taufen (Waschungen):

Die Waschung der Priester, um sich zu reinigen, gemäß den Anordnungen Moses.

Die Proselytentaufe die an Heiden vollzogen wurde, die zum Judentum übertraten. Sie mussten sich beschneiden lassen, wurden getauft, um damit die „Unreinigkeit Ägyptens abzuwaschen“ und mussten ein Opfer bringen.

Die Taufe des Johannes knüpfte an die Proselytentaufe an. Johannes sagte damit folgendes: Ihr Juden seid genauso unrein wie die Heiden und könnt nur in das zukünftige messianische Reich eingehen, wenn ihr eure Sünden bekennt und sie zum öffentlichen Zeichen „abwaschen“ lasst. Dies war auch das Ärgernis für die Pharisäer, die sich nicht den Heiden gleichstellen wollten.

Eine Abwaschung mit ein paar Tropfen Wasser, wäre für die Vorstellung der damaligen Menschen undenkbar gewesen. Hebräer waren sie alle. Hebräer bedeutet „Hindurchgegangene“. Auch bei Johannes dem Täufer mussten sie durch den Jordan zu Johannes hinübergehen. Ein wahrer Christ ist ein Hinübergegangener, der aus dem Machtbereich des Satan in das Reich Gottes hinübergegangen ist. Jesus selbst sah das Wasser über sich zusammenschlagen, als Vorschattung des vollständigen Todes, den er erlitt. Mit der Taufe bestätigen wir, dass unser alter Mensch vollständig untergegangen ist.

Die Herkunft der Kindertaufe

Wurzeln

Im Judentum war es Sitte, alle Findelkinder und in Gefangenschaft geratene Kinder heidnischer Eltern zu taufen.

Im vorchristlichen Germanentum wurden Kinder zwecks Namensgebung untergetaucht oder begossen, womit auch Patenschaft und Geschenke in Zusammenhang standen.

Bei den heidnischen Römern wurden Kinder zum Schutz gegen böse Geister mit Wasser, das dem Hausgott geweiht war, begossen. (aqua lustralis)

Die magische, abergläubische Bedeutung der Taufe hielt schon Einzug in die frühe Christenheit lange vor Einführung der Staatskirche durch Konstantin.

Viele der so genannten Kirchenväter wichen vom Evangelium ab und übernahmen heidnische Vorstellungen. Sehr früh glaubte man, die Taufe vermittle die Wiedergeburt. Deshalb war es nur logisch, dass man Kinder taufte oder selbst auch Heiden zwangsweise taufte, um sie zu retten. Dies widerspricht aber völlig dem Evangelium, das Paulus und die Apostel predigten.

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Situation der heutigen Pädagogik als Spiegel der Gesellschaft
29. Dezember 2008

Situation der heutigen Pädagogik als Spiegel der Gesellschaft
Die Welt befindet sich im Wandel, in der Veränderung. Wer könnte das bestreiten. Wissenschaft und Technik haben in atemberaubendem Tempo Neues hervorgebracht und diese Geschwindigkeit nimmt immer mehr zu.
Unbenommen dieser Tatsache kann nicht wirklich behauptet werden, dass der Mensch (Homo sapiens) sich wirklich entwickelt hätte. Der Beweis, dass der heutige Mensch wirklich klüger sei als der Mensch vor Jahrtausenden kann nicht ernsthaft erbracht werden. Der im Wald Amazoniens lebende Indianer, der vielleicht noch nicht einmal Steine als Werkzeuge kennt, ist genau so intelligent wie Du und ich. Es wäre reiner Rassismus etwas anderes zu behaupten. Die Sprache – ein Indikator von Intelligenz – von „rückständigen“ Eingeborenen ist manchmal noch wesentlich vielfältiger und facettenreicher als unsere moderne Sprache, um nur einen Bereich zu erwähnen.

2 Gedanken zu „Die Biblische Taufe

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