Zwischen den Fronten

Paulus lehrt deutlich, dass nicht Menschen unsere Feinde sind, sondern dass wir es mit Geistesmächten zu tun haben, gegen die nur die volle Waffenrüstung des Geistes hilft (Eph. 6:11ff): „Ziehet an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermöget wider die Listen des Teufels. Denn unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern. Deshalb nehmet die ganze Waffenrüstung Gottes, auf dass ihr an dem bösen Tage zu widerstehen und, nachdem ihr alles ausgerichtet habt, zu stehen vermöget. Stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustharnisch der Gerechtigkeit, und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft des Evangeliums des Friedens, indem ihr über das alles ergriffen habt den Schild des Glaubens, mit welchem ihr imstande sein werdet, alle feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen. Nehmet auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist; zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in dem Geiste, und eben hierzu wachend in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen…“

Nicht die Muslime sind unsrere Feinde, noch nicht einmal die Islamisten, aber auch sind die liberalen Demokraten nicht unsere Freunde. Nehmen wir die Situation in Ägypten und anderen nordafrikanischen Staaten. Dort stehen sich die beiden Parteien gegenüber. Aber wahre Christen gehören weder auf die eine noch auf die andere Seite. Auch wenn es im Einzelfall geschieht, dass wir hier und da Menschen kennen, die uns freundlich gesinnt sind. Viele Muslime identifizieren mit dem Christentum eben jene gottlose Hollywoodwelt, oder die radikalhumanistische Weltanschauung westlicher Staaten, die durch Fernsehen Internet und andere Medien in ihre traditionelle Welt hereingebrochen ist. Diese den Menschen und die sogenannten Menschenrechte ins Zentrum setzende Geisteshaltung, die sich besonders in der EU aber auch anderen modernen Staaten breitgemacht hat, ist aber genauso antichristlich ist wie der radikale Islam, denn sie erhebt sich über alles, was Gott und Gottesdienst heißt. 2.Thes. 2 (Elberf.Ü.)

„Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn [dieser Tag kommt nicht], es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung [ist], so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei.“

Haben wir diese Situation nicht in unserer westlichen Welt? Nichts, aber auch garnichts ist mehr heilig! Die Kirche nicht, Gott sowieso nicht, die Ehe nicht, die Ungeborenen nicht, das Alter nicht, Treue nicht, Tugend nicht …….

Diese Haltung verletzt religiös und traditionell denkende Menschen zutiefst und ist oft in höchstem Maße ungerecht, wenn auch vieles in Kulturen und Traditionen keinesweg gut ist. Aktuell die Misshandlung und Verachtung der Frauen in Indien und anderen Ländern, Menschenhandel, Sklaverei, Zwangsehen, ….

Auf der anderen Seite haben wir es in der heutigen Zeit mit einem radikal expandierenden Islam zu tun, der überall in der westlichen Welt Moscheen baut und damit seinen Besitzanspruch verkündet, auf aggressive gewalttätige Weise oder auf sanfte unauffällige Weise, solange er in der Minderzahl ist. Aber das Ziel ist das Gleiche! Die Weltherrschaft. Wie schon gesagt, der heutige Humanismus ist ebenso radikal. Bei ihm ist der Mensch, der sich mit all seinen Neigungen selbst verwirklichen will, das Maß aller Dinge. Er wird verbreitet über die Medien und will seine gotteslästerlichen Inhalte, die in klarem Gegensatz gegen Gottes Gebote stehen, mit aller Gewalt durchsetzen. An dieser Stelle ist die Bibel ebenfalls hochaktuell: Psalm 2 (Elberf.Ü.) „Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften? Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten: „Laßt uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke! „Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie …“

Wie verhalten wir uns nun als Christen? Auf der politischen Schiene ist m. E. nicht viel zu erreichen. Ist jemand durch Gottes Führung in die Politik berufen, so sei er seiner Berufung treu, doch hier gilt wie überall für einen Christen die Maxime, in Jesu Worten zu bleiben, auch wenn es Nachtteile mit sich bringt. Dies gilt aber ebenso für den Kaufmann, den Lehrer, den Angestellten und Arbeiter, für jeden. Vergessen wir nicht, dass zur Zeit des Apostel Paulus völlig gottlose Herrscher herrschten und die Empfehlung Jesu und des Paulus war, für die Obrigkeit zu beten und sie als von Gott eingesetzt anzuerkennen (Mt.22.21 „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist!…“ und  Rö 13:1 ff, Ti 3:1) und auch da, wo Gott uns Gelegenheit gibt, positiv Einfluss zu nehmen in Worten und in Werken oder als Warner aufzutreten.

Unsere Aufgabe ist es ein Gott hingegebenes Leben zu führen, das Evangelium zu verkündigen und die Gemeinde Jesu zu bauen. Durch Revolutionen und gewaltsame Umstürze wurden Volksgemeinschaften nicht wirklich gebessert. Bei den allermeisten von ihnen war es hinterher viel schlimmer als zuvor. (Französische Revolution, Russische Revolution und Stalinismus, Maoismus ….) Geistliche Erweckungen hingegen, haben oft ganze Völker langfistig zum Guten hin gebessert. Dies wird zwar in den Geschichtbüchern und Medien nicht publiziert, ist aber eindeutig nachzuweisen. Jesus gibt uns klare Anweisungen: Salz zu sein, unsere Feinde zu lieben, dem Bösen nicht zu widerstehen, dem Bösen mit Gutem zu begegnen, uns selbst nicht zu rächen, die Feinde zu segnen und für sie zu beten, unsre Milde allen Menschen weiterzugeben, eine Stadt auf dem Berge zu sein, ein Leuchter, der das Umfeld mit Licht und Wärme erfüllt. Wir sollen die Sünde und das gottlose Wesen hassen, aber den Sünder lieben, denn auch wir waren Sünder und sind gerettet worden durch die Barmherzigkeit Jesu Christi. Auch im kommenden Jahr werden die Herausforderung für die Gemeinde Jesu enorm sein. Aber nur eine geisterfüllte Gemeinde, die in der ersten Liebe steht, hat die Verheißung als „Grundpfeiler der Wahrheit“ bestehen zu bleiben.

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