„Vergesst Auschwitz!“

Henryk M. Broder hat ein sehr interessantes Buch geschrieben, das ich aber noch nicht gelesen habe. Doch hat die Zeitschrift „Factum“ dieses rezensiert und einige sehr bemerkenswerte Aussagen von Broder wiedergegeben. Broder ist mir schon des öfteren durch seine sehr treffenden Artikel aufgefallen. Der Spiegel hat ihn wegen seiner politisch unkorrekten Aussagen und seiner pro Israel Einstellung, wohl nicht mehr ertragen können.
Hier eine seiner Aussagen:
„Die Deutschen sind dermaßen damit beschäftigt, den letzten Holokaust nachträglich zu verhindern, dass sie den nächsten billigend in Kauf nehmen“.

“ … und das kommt so: Während man die toten Juden des Dritten Reiches als „gute Juden“ verklärt, die man mit wohlfeiler posthumer Solidarität nur so überschüttet, werden gleichzeitig lebende Israelis als „böse Juden“ dämonisiert. Beides zusammenrechnet führt zu dem Ergebnis: Nur ein toter Jude ist ein guter Jude.
….und „vergesst Auschwitz! Denkt an Israel – Bevor es zu spät ist. (Factum 4/2012, 48)
Dass Israel nach fast 2000-jähriger Zerstreuung unter alle Nationen am Ende der Tage wieder ein Staat ist, ist ein Wunder Gottes, welches die Existenz des in der Geschichte handelnden Gottes dokumentiert. All diese Ereignisse sind in der Bibel unübersehbar deutlich vorausgesagt. Und dort ist auch vorausgesagt, dass Israel Gottes Augapfel ist und er es im entscheidenden Augenblick bewahren wird. Dies aber nicht deshalb, weil sie etwa besser wären als die anderen Nationen – sie sind es nicht! -, sondern weil Gott es so verheißen hat. Doch ist auch verheißen, dass all diejenigen, die Israel segnen, ebenfalls gesegnet werden.
Nicht zu übersehen sind aber auch all die Araber und Palästinenser, die unter der Gefangenschaft ihrer eigenen fanatisierten Landsleute bei Leibesleben Israel verfluchen müssen, manche verblendet durch alte Märchengeschichten und die Hetzparolen von Hamas Hisbollah, Al Fatah u.a., manche aber wieder besseres Wissen, um nicht als Verräter zu gelten.

… und genau an dieser Stelle ist eine von der öffentlichen Wahrnehmung völlig unbeachtet gebliebene Parallele zu finden. Im 3. Reich kursierte in der Bevölkerung die Ansicht die Juden strebten die Weltherrschaft an. Befeuert wurde dies durch allerlei von den Nazis unter das Volk gebrachten Gerüchte und Märchen. Dazu zählen auch die sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“: Eine auserlesene Schar von einflussreichen Juden habe sich getroffen, um die Weltherrschaft der Juden vorzubereiten usw.. All diese Gerüchte über den Weltzionismus kursieren immer noch im gesamten Orient, in den Teestuben, Moscheen, Familien, auch unter unseren Migranten. Ich hätte das nicht für möglich gehalten, aber meine Schüler aus den entsprechenden Herkunftsländern sprachen mich darauf hin an.
So führt die Angst vor dem Weltzionismus zum Hass gegen Israel und verbündet sich mit dem in vielen eurpäischen Ländern und auch bei uns keineswegs ausgestorbenen Antiseminismus.
Also, für mich gilt: Ich will Auschwitz keineswegs vergessen, aber ich will auch an das heutige Israel denken – ich will Zion nicht vergessen s.u. -, an seine Verlorenheit, aber auch an seine Verheißungen und ich will auch an die Araber und Palästinenser denken, besonders an die im Islam verfolgten Christen, die „zwischen allen Stühlen sitzen“, aber die von Gott nicht vergesen sind.

Psalm 137
An den Strömen Babels, da saßen wir und weinten, wenn wir an Zion dachten.
An die Pappeln dort hängten wir unsere Zithern.
Denn die uns gefangen hielten, forderten dort von uns die Worte eines Liedes, und die uns wehklagen machten, forderten Freude: „Singt uns eins der Zionslieder!“
Wie sollten wir des HERRN Lied singen auf fremder Erde?
Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so werde vergessen meine Rechte!
Es klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe!
Gedenke, HERR , den Söhnen Edom den Tag Jerusalems, die da sprachen: Legt bloß, legt bloß – bis auf ihren Grund!
Tochter Babel, du Verwüsterin! Glücklich, der dir vergilt dein Tun, das du uns angetan hast .
Glücklich, der deine Kinder ergreift und sie am Felsen zerschmettert!

Ps.
Das Ergreifen der Kinder Babels deute ich geistlich! Die Kinder Babels mögen auf Christus treffen, dem Fels des Heils !

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