Die Lehre der Bibel

Die Bibel

„…man sollte sich also nicht wundern, dass in der Heiligen Schrift nicht alles so flach und eben ist, wie es die schwache Menschenvernunft haben will. Die Bibel hat tiefe Gründe, die man sich versenken muss, sie hat hohe Berge, die man betend ersteigen muss, sie hat liebliche Täler, in denen man ruhen soll, sie hat erfrischende Wasserbrunnen, aus denen man trinken soll, sie hat dunkle Wälder, welcher der Glaube zu durchdringen hat, sie hat sonnige Lichtungen, welche dazu einladen: Hier atme hoch auf!

Das ist freilich nicht unserer Vernunft gemacht, aber auch nicht gegen die Vernunft, sonder es geht weit über unsere Vernunft hinaus!“ J.Paul

Eigentlich ist die Bibel kein systematisches Lehrwerk nach menschlicher Machart und da treffen wir direkt in das Zentrum vieler Irrtümer. Leider sind viele Irr-, Falsch oder Sonderlehren (ich übernehme diese Aufteilung, weil sie mir ganz gut gefällt, ist aber auch nur ein Hilfskonstrukt – wer will schon festlegen, wo die Grenzen sind?) … dadurch entstanden, weil man versucht hat, Aussagen der Heiligen Schrift, die scheinbar nicht in unsere menschliche Logik passen, und sich deshalb scheinbar widersprechen zu harmonisieren. Das gleicht in etwa dem Versuch die dreidimensionale Oberfläche der Erde in das zweidimensionale Atlasformat umzuwandeln. Es wir immer verzerrt sein egal, welche Projektionsart man anwendet. Es geht einfach nicht. Entweder ist Asien zu groß und Afrika zu klein ….

Gott ist nicht nur dreidimensional, sondern er sprengt alle menschlichen Dimensionen.

Fangen wir mit der „Dreieinigkeit“ an. Gott offenbart sich als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Dass der Vater GOTT ist, darüber gibt es wohl keine Diskussion. Es gibt aber sehr viele Bibelstellen, die auch den Sohn als Gott beschreiben und zwar verschieden vom Vater und doch eins mit ihm.

Ähnlich ist es auch mit dem Heiligen Geist, der in der Bibel nicht nur als „wirksame Kraft“ beschrieben wird, sondern auch Person ist, Tröster und Beistand, den man betrüben kann und der Jesus verherrlicht! Dieser wiederum verherrlicht den Vater. Alle Versuche diese Heils-Tatsachen zu erklären, zu leugnen, abzulehnen sind kläglich gescheitert. Die Dreieinigkeit ist nicht eine „Erfindung der katholischen Kirche“, sondern sie begegnet uns schon am Anfang der Bibel. Mit „Elohim“ (=Gott) begegnen wir einer Pluralform. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Im Anhang befindet sich eine ausgezeichnete, ausführliche Abhandlung über dieses Thema von Paul Taine, einem Juden, der Jesus als seinen Messias erkannte.

Die Lehre von der Wiedergeburt ist ebenfalls eine zentrale Lehre im neuen Testament. Die Neugeburt aus Wasser und Geist, wie Jesus sie dem Gelehrten Nikodemus beschreibt, ist ein vom Heiligen Geist durchgeführtes Wunder an Menschen. Dieser Akt kann nicht menschlich zugesprochen, vollzogen, kurz gemacht werden, sondern der Geist weht, wo er will. Menschen, die wiedergeboren sind, glauben von Herzen an Jesus Christus als ihren Erlöser und folgen ihm gerne nach. Das Alte ist vergangen und Neues ist geworden. Wiedergeborene Menschen brauchen sich nicht den Himmel zu verdienen, sie sind nicht unsicher, ob sie gerettet sind, sondern sie wissen, das sie vom Tode zum Leben hindurchgedrungen sind. Zum Zeugnis, dass dies mit ihnen geschehen ist, lassen sie sich taufen. Es handelt sich bei der Wiedergeburt auch nicht um ein geheimnisvolles magisches Ereignis, das unwissenden Säuglingen durch den Zuspruch eines dazu autorisierten Priesters geschieht, sondern Menschen werden durch das bewusste Hören des Wortes Gottes und durch den Glauben an Jesus Christus wiedergeboren.

Die Lehre von der Taufe wird im Neuen Testament, besonders in der Apostelgeschichte überaus klar dargestellt.

Die Taufe ist keine magische Handlung und kein Sakrament, die die Getauften auf geheimnisvolle Weise verändert, sie ist ein öffentliches Bekenntnis des bereits existierenden Glaubens und des bereits durch den Glauben erlangten neuen Lebens. Man braucht auch keine spezielle Formel aufzusagen, die die Taufe gültig oder ungültig macht, sondern die Menschen werden „im Namen Jesu“, d.h. in seinem Auftrag getauft. Die Taufe ist nötig, sie wird von Jesus angeordnet und später von Petrus befohlen (Apg. 10).

Getauft werden können deshalb auch nur Menschen, die selbst glauben. Jede Art von Zwangstaufe ist abzulehnen. Weitere Anmerkung zu dem Thema befinden sich im Anhang.

Die Taufe in Heiligen Geist wird in den Evangelien unanfechtbar deutlich gelehrt. Es ist die Verheißung des Vaters, die sich erfüllen soll. Sie dient dazu, die bereits wiedergeborenen Jünger zu kraftvollen Zeugen zu machen. Taufe in den Heiligen Geist und Wiedergeburt sind nicht dasselbe. Sie können sich zwar in Einzelfällen zur gleichen Zeit ereignen (Apg. 10). Dies ist aber eine Ausnahme. Zeichen der Taufe in den Heiligen Geist ist das Reden in neuen Zungen. An vielen Stellen in der Apostelgeschichte wird deutlich davon Zeugnis abgelegt. Die Ausrüstung mit der Kraft aus der Höhe ist nichts, was aufgehört hat, sondern sie ist für alle Generationen, so viele der HERR hinzu rufen wird.

Es ist eine Schande, dass durch schlechte Vorbilder, zweifelhafte „Manifestationen“ oder auch Falscheinschätzungen diese Heilstatsache in Misskredit geraten ist, doch lehrt sie die Schrift eindeutig.

An Manifestationen von „geistlichen“ Persönlichkeiten teilweise irre gewordenen Gläubige neigen dazu Bibelverdrehern Glauben zu schenken. Es wird auch hier ein menschlicher Harmonisierungsversuch unternommen, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Geistestaufe wird durch Verbiegung von Schriftaussagen um interpretiert. Lesen wir die Apostelgeschichte, gehen auf unsere Knie und bitten den Herrn Jesus uns so mit Heiligem Geist zu taufen, wie es dort beschrieben wird.

Die Gaben des Heiligen Geist, die Charismata des Heiligen Geistes werden besonders in den paulinischen Briefen deutlich beschrieben. Sie sind keineswegs zu verwechseln mit natürlichen Begabungen, die selbstverständlich in der Gemeinde wirksam sind, sondern hier handelt es ich um übernatürliches Handeln des Geistes Gottes an seinen Kindern. Zungenreden, Weissagungen, Wunder, Heilungen …. werden immer wieder in der Bibel beschrieben und wirken bis in die heutige Zeit hinein. Auch hier gilt: Jeder Versuch aus Enttäuschung über schlechte Vorbilder, falsche Weissagungen usw. diese der Gemeinde von Gott geschenkten Gaben zu leugnen oder schlecht zu machen ist eigentlich eine Beleidigung des göttlichen Wortes.

Die Gaben des Geistes sind auch keineswegs zu verwechseln mit den Früchten des Geistes, die durch die Gemeinschaft mit Jesus langsam heranreifen.

Auch sind die Gaben des Geistes nicht gegen die Liebe auszuspielen. Die Liebe Gottes ist durch den Heiligen Geist in die Herzen aller Gläubigen ausgegossen und sie ist die Größte der drei: Glaube, Hoffnung, Liebe. Sie ist deshalb für alle Gläubigen da, und wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt!

Bei den Gaben des Geistes handelt es sich vielmehr um weit über den rein menschlichen Bereich wirksame Manifestationen.

Der Frieden mit jedermann und die Heiligung ohne welche niemand Gott sehen wird, sind kostbare Güter. Heiligung ist nicht eine plötzliche Erfahrung, sondern es geht darum ihr nach zu jagen. Es ist keineswegs so, als könnten wir uns den Himmel erwerben, verdienen. Das wäre völlig gegen das Neue Testament und würde Jesu Opfer unnötig machen. Heiligung bedeutet Hingabe an Jesus, in Ihm bleiben, Seiner Stimme folgen, sich vom Geist Gottes leiten lassen. Das Hochzeitskleid kann man nicht selbst weben. Die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt kann nicht erkauft werden, sondern sie kommt von „oben“ und doch sind wir daran beteiligt, in dem wir in den Werken leben, die vorbereitet sind.

Leider ist auch die Heiligung durch schlechte, verzerrte, frömmelnde Vorbilder in Misskredit geraten. Doch wir können auch die biblischen Heiligung in keiner Weise deshalb aus der Bibel verschwinden lassen. Trotz Pharisäertum, falscher selbsterwählter Frömmigkeit, frommer Selbstsucht und Heuchelei bleibt das Siegel bestehen: Wer den Namen des HERRN nennt, stehe ab von jeder Ungerechtigkeit.

Die Entstehung der sichtbaren und Welt, insbesondere der Lebewesen. Die Evolutionslehre spricht von sich selbst entwickelndem Leben und zielt letztlich darauf ab, dass es gar keinen Gott geben braucht. Die Menschen, denen sich aber Christus als der Auferstandene offenbart hat, haben keine Zweifel mehr daran, dass, wenn Gott seinen Sohn aufweckt hat, ja, wenn all die Wunder geschehen sind, von denen die Bibel spricht, es für Gott auch möglich ist die Welt in 6 Tagen zu erschaffen. Sie brauchen auch keine deistische Evolution als Hilfskonstruktion. Ist Christus nicht auferstanden, gibt es keine Auferstehung, so ist unser Glaube sowieso sinnlos, sagt der Apostel Paulus.

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