Was ich erlebt habe…

„Sich outen“

… ist ein neues Wort für eine uralte Handlung. Mann, Frau … bekennt sich zu einer Sache, einer Idee, einer Lebensart…

Ich bekenne mich zu Jesus Christus! Und das ist sehr gut so!

Es geht hier nicht im eine Art ungesunden Exhibitionismus, der in der heutigen Zeit in Talkshows, „youtubes“ usw. um sich greift.

Alles hat aber auch seine gute Seite. Nach einer Zeit der „Privatisierung“, des Sich- Abschottens gerade, was Glaubensüberzeugungen anbetrifft, ist es an der Zeit für Christen zu bekennen!

Im Entferntesten nicht daran denkend…

einmal überzeugter Christ zu werden wuchs ich in einer „normalen“ deutschen Familie auf. Mein Vater, Kriminalbeamter und die meiste Zeit wohl Atheist, meine Mutter dem Glauben auch nicht besonders nahestehend, ließen mich zwar zur evangelischen Kirche gehen und beide bestanden auf meiner Konfirmation, zu Hause aber wurde weder in der Bibel gelesen noch öffentlich gebetet.

Nach der Konfirmation wendete ich mich gänzlich von Glauben und Kirche ab. Ich wurde sozusagen „ausgesegnet“ und beschäftigte mich sehr intensiv insbesondere mit der Biologie und ihren Welterklärungsversuchen.

Gerade die Paläontologe hatte es mir angetan und ich verschlang damals mit 15 Jahren die entsprechenden Bücher. Die Namen der Urzeitechsen und die Zeitalter konnte ich auswendig aufsagen und über die abiotisch- biotische Übergangszeit konnte ich referieren.

In der Zeit der gymnasialen Oberstufe neigte ich immer mehr dem Existenzialismus Sartres und dem Nihilismus zu. Da war ich nicht alleine. Wir gefielen uns darin in Rollkragenpullover in Cafes sitzend über weltbewegende Themen zu philosophieren. Als dann die Debatte über die Notstandsgesetze durch die Medien ging, beschäftigte ich mich zunehmend mit politischen Themen und wurde Sympathisant der außerparlamentarischen Opposition.

Die kapitalistische Gesellschaft musste an aller Misere schuld sein. Es galt eine neue Gesellschaft zu schaffen, ohne all die überkommenden bourgeoisen Zwänge …. Um es kurz zu machen, wir experimentierten mit allem Möglichen und Unmöglichen herum, und ich sah mich nach einigen Jahren Kommuneleben, Drogenkonsum und so genanntem „freien Leben“ als kaputter Typ mit großer innerer Lehre am Ende einer „roadmap“, die schon Jack Kerouak – einer unserer Idole – eindrucksvoll vorgezeichnet hatte.

Leute kamen aus Kuba und den Arbeiterparadiesen Russland und China und erzählten Horrorgeschichten, die wenigstens einigen von uns jäh den Schwachsinn unserer Illusion vor Augen führten. Andere landeten in Kathmandu, in Indien beim Bhagwan oder irgendeinem Guru. Wieder andere gaben sich den „goldenen Schuss“ – just neben mir. Einer meiner Bekannten erhängte sich, ein anderer verbrannte sich im aachener Wald. Ich selbst suchte dann mein Heil in Zweierbeziehungen – „find the love of your life“ – scheiterte aber kläglich. Nun stand ich dem ach so gepriesenen Nihilismus in völlig unliterarischer Weise gegenüber. Psychotische Ängste und Wahnvorstellungen verfolgten mich – keine Ruhe, … nirgendwo. Yoga, Meditation, Drogen funktionierten einfach nicht. Was macht man, wenn man nachts vor den Spiegel tritt, schaut hinein und sieht sich nicht. Der Spiegel ist leer. ….

Ein Freund erzählte mir damals von Jesus Christus. „Das alte Märchen!“, dachte ich: „Das Christentum mit seinen Zwängen ist doch an allem schuld!“

Doch bemerkte ich deutlich, dass er ganz schnell von seinen Drogen frei und ein anderer Mensch geworden ist. Er strahlte Ruhe und Zufriedenheit aus und ich argumentierte dagegen. Aber Olaf lies mich nicht fallen. Er besuchte mich öfters … und eines Tages … rief ich zu Gott. Ich betete !!!!! zu Jesus Christus, weil ich wieder mal völlig verzweifelt war – eine weitere Beziehung war in die Brüche gegangen. „Jesus, wenn es Dich gibt, wenn Du wirklich Gott bist, komm in mein Leben!“ Ein anderer Freund, Peter, der inzwischen Christ geworden war, kam vorbei und sagte mir direkt, ich solle doch jetzt Jesus Christus in mein Leben aufnehmen. Es war nur ein kurzes Gebet, aber es durchströmte mich die Gewissheit, dass Er da ist. Wie von einem inneren Wasserstrom auf dürres Land wurde ich im wahrsten Sinne des Wortes durchströmt.

Damals fing ich an die Freie Christengemeinde zu besuchen, begann zunächst das Neue Testament zu lesen, ja geradezu zu verschlingen. Viele meiner Freunde und Bekannten verstanden das nicht und dachten ich sei endgültig durchgeknallt.

Jetzt nach über 30 Jahren kann ich sagen, dass ich diesen Schritt in keiner Weise bereue. Jesus Christus hat mein Leben gerettet. Seine Verheißungen erfüllen sich.

Der Weg eines Christen ist kein Weg auf Rosen, aber „was kein Auge gesehen hat und in kein menschliches Herz gekommen ist, hat Gott denen bereitet, die Ihn lieben!“

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