Die Talfahrt unserer Gesellschaft

schaut man in unsere heutige Gesellschaft, so wird man schon seit Jahren aber jetzt immer schneller werdend an die Geschichten in der Bibel insbesondere im Volk Israel erinnert, an fortschreitenden Götzendienst und Verwilderung. Nun leben wir  nicht in einem Gottesstaat, wie es einst der Staat Israel war, sondern wir haben spätestens seit Luther die Trennung von Religion und Gesellschaft. Er gründete sich dabei auf Jesu Aussage: Mein Reich ist nicht von dieser Welt! Leider hat Luther selbst dieses Prinzip nicht wirklich umgesetzt.
Wenn Augustinus und die so genannten Kirchenväter, das 1000-jährige Reich angebrochen sahen und daher die Gewalt gegen Ungläubige begründeten, so war dies ein fürchterlicher Irrweg, der zu Inquisition, Hexen- und Ketzerverfolgung geführt  und die Kernbotschaft Jesu ausgehebelt hat. Schon seit Konstantin, der den christlichen Glauben zur Staatsreligion erklärte, ist dieser schwere Sündenfall zu beklagen, nämlich die Verquickung von Religion und staatlicher Gewalt, wo oft genug die Religion und ihre Repräsentanten zu Handlangern von Gewalt, Verfolgung und Ausbeutung gemacht wurden. Die Geschichte nicht nur Europas  zeigt uns ein Meer von Blut und Tränen, das aus dieser „Hurerei“ entstanden ist. Auch in Russland war die Orthodoxie und das Popentum Handlangerin fürchterlicher Unterdrückung. Andere Religionen wie der Buddhismus, der Hinduismus und der Islam taten und tun dies, doch die Gemeinde Jesu darf damit nichts zu tun haben.
Gott sei dank haben heutige Gesellschaften diesen Missstand abgeschafft. Es gab aber im Übrigen schon immer Gemeinde Jesu, die sich diesem unseligen Bündnis verweigerte. Zum Beispiel waren es die Mennoniten und verschiedene Gruppen der Täufer, die weder Staats- noch Landeskirchen, sondern Gemeinde Jesu gründeten und sich staatlicher Ämter und dem Wehrdienst verweigerten.
Jesus gibt uns an keiner Stelle den Rat Weltverbesserer zu werden oder schürt die Hoffnung, dass die Welt  mit ihren Gesellschaftsformen einmal  „christlich durchsäuert“ und damit besser werden würde, sondern das Gegenteil ist der Fall. Er gibt uns, die wir wiedergeboren sind, den Auftrag seine Zeugen zu sein! Nicht nur Zeugnis zu geben, sondern mit unserem ganzen Wesen im Geiste Jesu zu leben.
Dennoch sollten wir alle Gelegenheiten und Mittel nutzen, um in unsere Gesellschaft hinein zu wirken. Vor allem aber sollten wir die Tendenzen, Irrungen und Wirrungen des Zeitgeistes auf keinen Fall mitmachen. Dies ist kein leichter Weg und verlangt ein Leben in der Gemeinschaft Jesu. Ein Leben des Gebetes! Die Alten haben gesagt: „Stehen vor Gott“, „Suchen seines Angesichtes“…. Der Weg über Gemeindegesetze und Statuten ist nicht der Weg des NeuenTestaments.
Sollten wir uns als wiedergeborene Christen nun aus allen Bestrebungen, Aktionen, Unterschriftenlisten, Demos usw. heraushalten? Nein! Das glaube ich nicht! Wo  durch diese Dinge eindeutig auf Wort Gottes hingewiesen wird, auf  göttliche Prinzipien, auf die gesunde Lehre, da sollten wir ohne Gewissensbisse freudig teilnehmen, da sollten wir unserer Stadt Bestes suchen. Unsere Gesellschaftsordnung gestattet uns ja und fordert uns auf mit zu bestimmen. Doch da, wo das Wort Gottes mit Füßen getreten wird, sollten wir die Stimme erheben, damit es uns nicht so geht wie Lot in Sodom und Gomorrah, der keinerlei Einfluss mehr hatte und nur noch seine eigene Seele erretten konnte. Wahrscheinlich hatte er von Anfang an nicht klar Stellung bezogen, oder er war mit der Zeit kraftos geworden. Schon seine Zielrichtung war eine verkehrte gewesen: Saftige Auen, Reichtum, Karriere (im Stadtrat), Wohlleben …
„Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.“
Insbesondere, was unsere heutige Familienpolitik anbetrifft sind tief greifende Veränderungen im Gange, die leider teilweise in die Gemeinde Jesu einsickern oder schon eingesickert sind. Eine schleichende Seuche!
Ein sehr guter Beitrag ist unter folgendem Link zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=B1QgPQFCbgo
Bitte, schaut ihn euch an! Wie steht es mit unserer „Haustafel“, mit unseren Prioritäten, mit unserer Kindererziehung?

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