Fundamentalisten

Jedes Haus hat ein Fundament und je besser das Fundament ist, desto standfester ist das Haus. Insofern, was soll schlecht sein an Menschen, die ein festes geistiges Fundament haben?
Doch insbesondere durch die islamischen Fundamentalisten ist dieser Begriff stark in Verruf gekommen und hat medial zu einem Rundumschlag gegen alle geführt, die deutlich und fest auf Werte und Normen setzen. Pragmatismus ist gefragt, das ist jene Weltanschauung, der es um die Machbarkeit geht und die eine feste, unumstößliche Wahrheit leugnet. Wikipedia: Pragmatisches Handeln ist nicht an unveränderliche Prinzipien gebunden.
Natürlich kann man mit Menschen, die nicht sperrig auf ihren Prinzipien herumreiten, besser leben und auskommen und im täglichen Mikrokosmos ist eine pragmatische, kompromissbereite Einstellung durchaus angebracht. Jesus sagte ja auch: Das Gesetz ist für den Menschen und nicht der Mensch für das Gesetz. Doch kann dies keinesfalls die Aufweichung grundsätzlicher Einstellungen und Prinzipien bedeuten. Vielleicht bringt hier das Beispiel eines Wanderers eine anschauliche Erklärung:
Jemand, der ein bestimmtes Ziel hat, gebraucht gewöhnlich auch eine Karte und womöglich, wenn er im offenen, unbekannten Gelände wandert, auch einen Kompass. Doch wird es oft so sein, dass Wege nicht korrekt eingezeichnet, gesperrt oder verschwunden sind und so  muss er  manchmal Umwege gehen, vielleicht sogar ein Stück zurückgehen, aber das Endziel wird er nicht aus den Augen verlieren. Ohne ein klares Endziel wird er nirgend wo hinkommen. Ohne wieder auf die Karte und den Kompass zu achten wird er im Kreis gehen.
Auch ich bin ein Fundamentalist! Mein Fundament ist Jesus Christus und zwar der Jesus Christus, den die Bibel lehrt, der Jesus Christus, den der Apostel Paulus gepredigt hat. Dadurch werde ich aber kein religiöser Fanatiker, der die Menschheit mit Gewalt bekehren will. Ich werde kein weltfremder Starrkopf, mit dem sich nur schwer zusammenleben lässt. Paulus sagt, dass das Endziel der Unterweisung Liebe aus reinem Herzen ist und ungeheuchelter Glaube ist. Kann es etwas Erstrebenswerteres geben?
Dennoch kann man es nicht gutheißen, das im Namen von Toleranz und „Menschenrechten“ die göttlichen Werte ausgehöhlt werden. Die Gebote Gottes bleiben bestehen, Sünde bleibt Sünde und Gerechtigkeit bleibt Gerechtigkeit. Licht bleibt Licht und Finsternis Finsternis. Wenn die Werte umgekehrt werden, geschieht genau das, was dem Wanderer ohne Karte und Kompass geschieht! Allmählich sind Menschen, die das biblische Bild von Mann und Frau, von Ehe und Familie hochhalten bekämpfenswerte Fundamentalisten, blinde Pharisäer. Leute, die an die göttliche Schöpfung glauben sind Hinterwäldler. Menschen, die glauben, dass Jesus sein Blut zur Vergebung unserer Sünde vergossen hat, sind nicht zeitgemäß. Leute, die Homosexualität und abartige Sexualpraktiken ablehnen „diskriminieren“ ihre Mitmenschen. Leute die Abtreibung verurteilen sind mittelalterlich …. Hier ist klar anzumerken, dass man als Christ zwar diese Praktiken verurteilt, nicht aber die Menschen hasst, sondern liebt und für sie betet, so wie Gott die Sünde hasst und den Sünder liebt.
Pilatus sagte „was ist Wahrheit“, weil er blind war und alles dem Nutzen seines eigenen Fortkommens und Vorteils untergeordnet hat. Er war Pragmatiker und wurde zum  Zyniker. Es gibt kein Wasser, in dem man seine Hände in Unschuld waschen kann. Für die Reinigung von Schuld ist nur das Blut Jesu zuständig.
Auch wir werden wie Pilatus enden, wenn wir kein festes Fundament haben. Deshalb ist es  für wiedergeborene Christen, auf die Karte zu schauen, sie neu einzunorden und zwar nicht mit den veränderlichen Prinzipien des jetzigen Weltlaufs und der Gesellschaft auch nicht mit den Verlockungen des eigenen besseren Lebens und Fortkommens, sondern mit dem unvergänglichen Kompass des Wortes Gottes. Gehen wir auf die Knie und sagen: Herr Jesus öffne mir die Augen und richte mich aus und dann schauen wir in die Bibel und hören, was sie uns zu sagen hat.

Heute morgen lasen wir folgendes Gedicht:

Seht, man musste sie begraben, die der Welt Gebote gaben, und ihr Wort hat nicht Bestand. Ihre Häuser wurden Trümmer, ihre Münzen gelten nimmer, die man in der Erde fand. Ihre Namen sind verklungen, ihre Lieder ungesungen, ihre Reiche menschenleer. Ihre Siegel sind zerbrochen, ihre Sprache ungesprochen, ihr Gesetz gilt längst nicht mehr.
Jesu Name wird bestehen, Jesu Reich nie untergehen, sein Gebot gilt allezeit. Jesu Wort muss alles weichen, und ihn kann kein Tod erreichen. JESUS HERRSCHT IN EWIGKEIT!“ (Renate Wagner)

Ein Gedanke zu „Fundamentalisten

  1. das Thema das Du hier anschneidest verfolge auch ich, wie so mancher wahrscheinlich, seit längerer Zeit sehr interessiert in den Medien.

    In einer von „absoluter Relativität“ geprägten Zeit ist die Möglichkeit eines allmächtigen Gottes zunehmends verloren gegangen. Eine gewisse Angst vor dem Unbekannten – und so ist es ja mit dem Christentum in Deutschland geworden – macht sich breit. Es liegt an uns, zu zeigen dass vor allem die (Agape) Liebe unser Handeln bestimmt. Jesus Christus selbst hat ja auch niemals mit Zwang bekehrt, sondern die Menschen selbst die Freiheit zur Entscheidung überlassen: „Wer Ohren hat zu hören, der höre“.

    Darüber hinaus halte ich es mit den so aussagekräftig von Luther übersetzten Worten aus 1.Petrus 2,15: „Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit guten Taten den unwissenden und törichten das Maul stopft.“

    Laßt uns die Liebe zu unseren Mitmenschen, unserer Gesellschaft, unserem Nächsten mit einem klaren Glaubensprofil vor allem durch guten Taten zeigen.

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