Scheidung – Wiederheirat – das leidvolle Thema

angeregt durch  erschreckende Äußerungen in verschiedenen Foren möchte hier einen Artikel veröffentlichen, der helfen kann.

Ehe ist von Gott als verlässlicher Lebensbund vorgesehen, so sagt es Jesus eindeutig. Scheidung und auch Entlassung sind auf keinen Fall Gottes Wille! Dennoch gibt es Situationen, in denen  z.B. durch häusliche Gewalt und Sünde das Zusammenleben nicht mehr möglich ist. Gottes Wille ist die Versöhnung und Wiederherstellung und auf keinen Fall ein leichtfertiges Auseinandergehen. Dazu sind unbedingt alle Register der Möglichkeiten auszuschöpfen: Gebet, Seelsorge, Ehe- und Familienberatung usw. Aber jenseits dieser Möglichkeit gibt es Fälle, in denen alles ausgeschöpft wurde und keine Möglichkeit der Versöhnung in Sicht ist, besonders oft dann, wenn sich einer oder gar beide der Hilfe verschließen. Es gibt Situationen, wo man  um der Kinder und der eigenen Seele willen gehen muss! Oft ist es auch der letzte Weg, um den Parter  doch noch zum Aufwachen zu bringen!

In manchen Fällen ergibt sich nach Trennung und Scheidung die Möglichkeit einer neuen Ehe mit einem neuen Partner. An dieser Stelle wird  dann den Menschen manchmal durch Kirchen- oder Gemeindegesetze oder auch durch ihr eigenes Gewissen ein Neuanfang erschwert oder gar verhindert. Hier möchte folgender Artikel helfen:

Es ist unmöglich, dass alle Geschiedenen automatisch in Sünde zu leben, weil Gott selber durch eine Scheidung ging. Das stimmt, lies nach in Jeremia 3:8: „ Siehe ich habe sie verstoßen und ihr einen Scheidebrief gegeben!“ … Er spricht von Israel. Ob du dies nun als buchstäbliche Scheidung ansiehst oder nicht. Wenn alle Scheidungen Sünde wären, kannst du davon ausgehen, dass Er diese Worte niemals gebraucht hätte. Nirgendwo ist in der Bibel geschrieben, dass Gott von sich selbst behauptet: „Siehe ich habe Ehebruch mit ihr getrieben“, oder „Siehe ich habe sie angelogen“, oder „Siehe ich habe sie betrogen“. Denn all diese Dinge sind Sünde – immer! Beides Heirat und Scheidung können sündig sein abhängig von den Umständen. In einer absolut vollkommenen Welt, würde die Vereinigung von Mann und Frau vollkommen sein, von Gott gestiftet ohne zerstörerische Kräfte, die an der Bindung zerren. Ehe würden nicht zerbrechen.

Aber wir leben nicht in einer vollkommenen Welt und einige Ehen werden emotional, geistlich und/oder physisch zerstörerisch, so dass Scheidung lebensrettend sein kann. Deshalb ist es gefährlich eine Schlinge der Gesetzlichkeit um andere oder sich selbst zu legen. Die Bibel verbietet die Scheidung nicht, aber Gott sagt uns, dass wir unsere Herzen erforschen und seinen Führungen gehorchen sollen.  Gott möchte, dass wir reich in seinen Segnungen sind. Er möchte uns keine Fallen stellen oder zwingen in unseren eigenen Fallen zu verweilen um tote Institutionen aufrecht zu erhalten. Die Institutionen unseres liebenden Gottes sind niemals wichtiger als die Menschen die gefangen sind. Wenn er Dir befiehlt deine Ehe zu erneuern, dann hat er eine vollkommene Restauration deiner Beziehung im Sinn, so dass ihr zusammenwachsen könnt, und eure Liebe zueinander sogar die erste Liebe übertrifft. Viele Ehen scheitern wegen dummer Ursachen und eine wirkliche Anstrengung der Erneuerung würde Heilung, Gesundheit, Freude und Erstarken bringen. Aber Gottes Vorstellung von Erneuerung ist nicht das Verharren in demselben miserablen Zustand, das Bleiben in der selben Wohnung, so dass die Sache nach Außen hin gut aussieht! Gottes Vorstellung von Ehe ist eine aktive Sache, in der beide Personen sich gegenseitig unterstützen, ernähren in IHM. In der Tat, wo spricht die Bibel bei der Ehe von einer Institution? Hmmm. Wenn ich die Wahl zwischen institutioneller Ernährung und einer hausgemachten Mahlzeit hätte, würde ich letzteres wählen. Die Ehe ist eine fortwährende Liebesbeziehung, die so tief ist, dass viele Dienste und Reichtümer von ihr ausgehen.

Galater sagt, dass wir nicht länger unter Gesetz sind aber unter der Gnade. Es ist grundsätzlich ungesund für die Ehe auf der Grundlage religiöser und gesetzlicher Vorstellungen zu kämpfen. Der wahre Grund für die Ehe zu kämpfen ist die Beziehung in Liebe. Was wir wünschen uns nicht so sehr eine Ehe nach außen hin intakt zu halten, sondern die Liebe von innen her zu heilen. Danach wollen wir wachsam sein, dass sie nicht wieder angegriffen und niedergerissen wird.
Gemeinden sollten die Entscheidungen von Leuten über Heirat und Scheidung nicht kontrollieren. Leiter sollten nicht schwere Lasten falscher Doktrinen auf andere laden, an denen sie nicht mittragen. Als Leib sollten wir unsere engen Freunde unterstützen und uns gegenseitig helfen ehrenvolle Entscheidungen zu treffen. In schwierigen Zeiten, ist es ein guter Gedanke Feedback von denen zu erhalten, die uns am besten kennen und Gottes Leitung zu suchen. Letztlich sind die Entscheidungen aber von denjenigen selbst zu treffen, die beteiligt sind, denn sie müssen ja in ihrem Leben auch die Folgen ihrer Entscheidungen selbst tragen.

Ist Scheidung OK, wenn ein Ehepartner Ehebruch begeht?

In Matthäus gibt Jesus den Kommentar, dass Scheidung nur dann möglich ist, wenn ein Ehepartner Ehebruch begangen hat.
Das Problem ist, dass er dies gar nicht gesagt hat. Wenn an dieser Stelle Scheidung benutzt wurde, ist die Übersetzung falsch. Was er sagte war, dass „verstoßen“ bzw. wegschicken ohne ihr einen Scheidungsbrief zu geben nur zulässig ist, wenn Ehebruch vorlag. Denn in jenen Tagen konnte eine Frau gesteinigt werden, wenn sie wegen begangenen Ehebruchs vor das Gericht gebracht wurde. (siehe weiter unten bei der Erklärung des Wortes „verstoßen“)

Untreue mag wirklich eine Ehegemeinschaft unmöglich machen … aber es gibt viele Ehen, die diesen Sturm überstanden haben und gestärkt herauskamen.

Jede Ehesituation ist sehr unterschiedlich. Die Hauptbotschaft der Bibel ist, dass es für uns alle möglich ist eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben, um auf Seine Stimme zu hören und Ihm zu gehorchen. Egal wie schlecht die Situation erscheinen mag, wenn wir Seiner speziellen Führung folgen, werden wir gesegnet. Gott redet zu allen Seinen Kindern. Es dauert ein bisschen Zeit bis wir daran gewöhnt sind Seine Stimme zu hören. Aber wenn du Zeit mit Gott verbringst, gewinnst du Zutrauen zu Seiner Führung. Er führt immer mit Weisheit und Mitgefühl für jeden Beteiligten.

Das mag für einige überraschend sein, aber Gott ist einfach nicht gesetzlich. Er liebt die Menschen und Er möchte, dass sie ein reich gesegnetes Leben leben. Er  ist nicht interessiert an Ehen, die nur aus gesetzlichen Gründen aufrechterhalten werden. Er interessiert sich für Leute, die ihre Liebe zueinander pflegen. Gott verlangt nicht von uns eine schreckliches Leben zu leben, so dass wir eine Institution aufrechterhalten. Er möchte, dass wir ihn leidenschaftlich lieben und Ihm nachfolgen.
Die Frage, „kann ich mich scheiden lassen, wenn mein Ehepartner untreu war“ basiert auf einem Missverständnis gegenüber der Schrift und einer gesetzlichen Orientierung in der Christenheit. Jede Situation ist unterschiedlich. Deshalb ist es nicht angebracht eine gesetzliche Lösung zu suchen anstatt ins Gebet zu gehen und sich Seiner Führung anzuvertrauen eingedenk, dass Er alle Beteiligten sehr liebt.

Hasst Gott Scheidung?
Natürlich sind Ehen für die ganze Lebenszeit vorgesehen. Aber in dieser nicht perfekten Welt kann Scheidung manchmal lebensrettend sein. (Selbst Gott hat eine Scheidung durchlebt, siehe weiter oben) Die landauf, landab gebrauchten Verse aus Maleachi, wo Gott scheinbar sagt, dass er Scheidung hasst, sind falsch übersetzt. Was Gott wirklich hasst, ist „Verstoßung“.

Verstoßung ist in der jüdischen Kultur etwas ganz anderes als Scheidung. Ein Mann kann seine Frau immer verstoßen und ihr nicht ihren jüdischen Scheidungsbrief geben. Diese Frau wäre noch vor dem Gesetz verheiratet aber ohne Zuhause. Ihre Mitgift und ihre Kinder würde der Mann behalten. Sie hätte bereits Ihre Jungfrauschaft an ihn verloren. Es wäre ihr unmöglich wieder zu heiraten, weil sie technisch noch an ihren Mann gebunden ist. Ferner wäre sie durch ihre Kultur als Ehebrecherin gezeichnet, weil ihr eine gültige Entlassungsurkunde fehlt. Und diese Frau konnte nicht einfach eine Wohnung mieten und eine Kindergartenstelle antreten – es gab keinen Platz für eine verschmähte Frau in der jüdischen Kultur dieser Tage außer die Prostitution. Da die Ehen meistens arrangiert waren, würde diese ganze schreckliche Kette von Ereignissen ihr völlig aus den Händen gleiten.
Der Ehemann hingegen, war frei noch einmal zu heiraten und dies so oft er wollte. Deshalb verlangte Mose, dass eine Entlassungsurkunde gegeben wurde … so dass die Ehe vor dem Gesetz, fair und religiös beendet war, und die Frau frei war wieder zu heiraten und weiter zu leben. Um mehr über diese Sache zu erfahren sei auf den Begriff „agunah“ verwiesen. Er bedeutet „gebundene Frauen“. Die Handlung eine Frau zu verstoßen geschieht heute noch und es gibt 1000de „gebundener Frauen“ in Israel. Ein jüdisches Scheidungsdokument ist so wertvoll, dass oft nach der Verstoßung einer Frau, der Mann sich das Dokument besorgt und meistbietend verkauft. „Agunah“ gehört zu den größten Problemen des orthodoxen Judentum der Gegenwart. In der ganzen Bibel wurde unwissend und plumb „Entlassung“ als Scheidung übersetzt. Dies rief viele irrige Lehren hervor und brachte ein furchtbares Durcheinander in vieler Millionen Leben. Der Zoll an menschlichen Leiden wegen unserer Ignoranz ist überwältigend. Die Bibel sagt einfach nicht, dass Gott Scheidung hasst, sie sagt, dass Gott Verstoßung hasst!
Im neuen Testament nimmt Jesus diesen grausamen Verstoß gegen die Menschenrechte wieder auf. Nahezu alle Verse, die im neuen Testament als Scheidung übersetzt wurden, müssen eigentlich „verstoßen“ heißen. Es handelt sich um eine völlig andere Situation, für die es kein Beispiel gibt. Wenn man dies weiß, sieht sie Sache völlig anderes aus. Beispielsweise glauben viele Christen Wiederheirat sei Ehebruch. Aber Jesus sagt nicht, wenn ein Mann eine Geschiedene heiratet, begeht er Ehebruch, sondern er sagt, wenn ein Mann eine Verstoßene heiratet begeht er Ehebruch, und zwar deshalb, weil sie noch de facto verheiratet ist. In  Israel ist die Entlassung einer Frau eine zerstörende, ruinöse Handlung am Leben einer Frau. Gott hasst das immer noch!
Wir haben die Bedeutung durcheinander gebracht und dazu benutzt Leute unter die verschiedensten Arten von Gesetzlichkeit zu bringen. Schlimmstenfalls zerbricht eine Ehe und die Menschen denken Gott verstoße sie auch und sie verlieren ihr Vertrauen in Seine Liebe, dann wenn sie es am meisten brauchten.
Es gibt unzählige Gründe warum Ehegemeinschaften zerbrechen. Gott hasst es aber, wenn ein schwerer Mühlstein von Gesetzlichkeit Leuten auferlegt wird, und sie sich als Resultat zerbrochen von Ihm abwenden. Es ist klar, dass Ehen ein Leben lang halten sollten, und es sollte jede Bemühung unternommen werden sie zu erneuern und auf die erste Liebe zurückzuführen auf der die Beziehung basierte. Aber in dieser unvollkommenen Welt, ist Gottes Notplan der Scheidung angebracht und kann lebenserhaltend sein.

Ist Wiederheirat Ehebruch?
In der jüdischen Kultur wurde die Wiederheirat der Männer nicht als Ehebruch angesehen. In der Tat heirateten viele Männer mehrmals. Wiederheirat war auch für Frauen kein Ehebruch, es sei denn sie hatten keinen gültigen Scheidebrief. Jesus sagt, dass, wenn ein Mann seine Frau verstößt ohne ihr ein gültiges Scheidungsdokument zu geben, würde er sie in Ehebruch stürzen, ausgenommen einige wenige, denen es gelang ihr erzwungenes Alleinsein ein Leben lang durchzustehen.
Es gab einfach keine gesellschaftlichen Optionen für eine Verstoßene, außer der Prostitution. Heiratete ein anderer diese Frau, galt er als Ehebrecher, da sie ja noch technisch gesehen mit dem ersten Mann verheiratet war. Jesus stellt die Grausamkeit des Missbrauchs dieses Systems dar.
Jesus sagt auch damit, dass, wenn ein Land ein Gesetz erlässt – mag es  göttlicher Herkunft sein oder nicht –  ist das bloße Halten des geschriebenen Gesetzt kein Freispruch von Schuld vor Gott, wenn dieses nicht ethischer Weise benutzt wird.
Wir glauben, dass die Antwort auf die Frage „Ist Wiederheirat Ehebruch?“ eine Herzensfrage ist. Wir glauben in einigen Fällen kann Ehe selbst Ehebruch sein. Wenn jemand eine andere Person in eine korrupte und versklavende Beziehung zwingt aus anderen Gründen als aus wahrer Liebe und Gottes Ruf, dann glauben wir, dass dies als Ehebruch bei Gott angesehen wird. Das mag streng klingen, aber auf der Welt gibt es viele Leute, die dies tun! Viele benutzen die Ehegesetze ihres Landes oder verfälschte biblische Prinzipien, um andere Leute zu fangen und zu besitzen wegen der Sicherheit, dem Sex, dem Geld, der Machtausübung und viele andere gottlose Gründe.

Die Gründe für Heirat und Wiederheirat sind vielfältig. Wenn eine Person jemanden gemäß amerikanischem Ehegesetz heiratet ihn oder sie aber lediglich ausnutzt und sich dann wieder aus oberflächlichen Gründen trennt, mag dies ja völlig legal sein. Aber in Gottes Augen stellt das eine Serie von ehebrecherischen Beziehungen dar.
Auf der anderen Seite mag es jemanden geben, dessen Ehe aus legitimen Gründen beendet ist. Gott kann aber diese Person in eine neue Beziehung führen und eine Zweitehe segnen und Liebe, Leben und Dienst herausfließen lassen.
Gott sieht das Herz an. Er weiß, wann Leute sich gegenseitig benutzen und Er weiß, wo die Fähigkeit und das Verlangen nach wahrer Liebe in einer lebenslangen Beziehung Ausdruck findet.

Warum sind Scheidungsraten bei Christen so hoch?

Pam saß zu Hause und blätterte durch das Ehe-Arbeitsheft, das ihr gegeben wurde während der vorehelichen Beratung in der Kirche. Sie war erschrocken. Geschüttelt in Tränen rief sie ihren Verlobten an und weinte: „Mike ich kann das nicht machen! Vielleicht sollten wir nicht heiraten! Es gibt da genaue Vorschriften für mich – aber ich schaffe das nicht!“

Wir sollten die allerbesten Ehen haben. Aber statistisch gesehen haben Christen die höchsten Scheidungsraten der Vereinigten Staaten. Wir haben höhere Scheidungsraten als alle anderen Religionen inklusive der Atheisten. Pastoren haben höhere Scheidungsraten als alle anderen Berufe.

Die meisten christlichen Leiter geben den Menschen innerhalb christlicher Gemeinschaften die Schuld für diese beschämende Situation. Nun, es gib einen Spruch, „Die Ursache liegt im Pudding“. Unser Pudding ist sauer geworden, weil unser Rezept falsch ist. Atheisten haben einen besseren Pudding. Es Zeit sich unser Rezept genau anzusehen und aufzuhören die armen Leute zu beschuldigen, die versuchen den Pudding zu essen.

In vergangenen Jahrzehnten hat es eine Schwemme an „Ehediensten“ gegeben. Diese Dienste haben exakte Lehren für alles, von den Rollen in der Familie  bis hin wie die Socken morgens sortiert werden sollen. Gemeinden haben die Leute wie Plätzchen in Formen gepresst. Es gibt massenweise Lehre über die „biblische Ordnung“ und „Unterordnung“, und „Blutbund“, und „Pflicht“, und „sich selbst in den Tod geben“, und eine perfekte Ehefrau, ein perfekter Ehemann ………
Die Gemeinde ist gesetzlich geworden bezüglich der Aufgaben in der Ehe und auch was die Scheidung anbetrifft. Der Versuch die Familie zu kontrollieren und Ehen zusammenzuhalten durch Gesetzlichkeit ist kultisch und ein schrecklicher Schuss nach hinten. Genau dies ist der Grund, warum wir die höchsten Scheidungsraten haben.
Leiter sollten die biblische Wahrheit erfassen, dass das Gesetz tötet, aber der Geist Leben bringt. Leiter haben LKW-Ladungen von Menschenlehren aufgetürmt, welche die Herzensgemeinschaft von Ehen und Familien erzwingen sollen. Wir haben Gesetze an die Stelle der Liebe gestellt. Ehen sollten in Liebe gegründet sein. Wir wissen alle, dass Liebe die Größte ist, aber wir nehmen es damit nicht ernst. Wir haben Liebe für „Wischiwaschi“ und unverlässlich gehalten, obwohl die Bibel sagt, dass Liebe nie versagt!
Die Bibel sagt, dass das Gesetz versagte! Und doch ist die Basis der meisten christlichen Ehen das Gesetz und nicht die Liebe! Vorfabrizierte Rollen im Namen des Christentums auftischen ist zerstörerisch für die Ehen, denn jede Ehe und jede Beziehung ist einzigartig!
Wir haben die erleuchtete Originalbotschaft der Bibel der Gleichwertigkeit in der Ehe in eine Hierarchie falscher Unterwerfung verwandelt. Auf diese Weise haben wir zwei voneinander getrennt, die einer sein sollen. Gottes Gedanke der Einheit ist nicht „der Kopf und das Hinterteil eines Esels“ ! Aber genau das schreibt unser Rezept vor. Die Förderung der Hierarchie in der Ehe bewirkt auch die hohen statistischen Zahlen häuslichen Missbrauchs und verursacht viele Scheidungen.

Um unsere Scheidungsraten zu vermindern, müssen zunächst unser Augenmerk vom Gesetz auf die Liebe richten. Nahezu alle unglücklichen, christlichen Eheleute, mit denen ich sprach, gaben zu den Fehler gemacht zu haben ihren Partner mit jenen vorfabrizierten, plätzchenförmigen Rollen zu vergleichen. Diese Leute sind oft verheiratet mit brillanten, einzigartigen Individuen, aber ihnen fehlt das eine, wirkliche, was den Ehepartner wunderbar macht. Wenn Ehemänner  und Ehefrauen anfangen den anderen in diese Rollen zu pferchen, verursacht dies eine Schwächung der Persönlichkeit des anderen, den Tod der Dinge, die wir im anderen fördern sollten.

Wir müssen mehr darüber sprechen, was dazu beiträgt Leute zu ermutigen als einzigartige Individuen zu wachsen und nicht als religiöse Sklaven. Wir müssen darüber reden, dass Missbrauch in jeder Form nicht akzeptabel ist. Wir müssen erkennen wie zerbrechlich Ehen sind! Ein Plastikgefäß ist fast unzerbrechlich und deshalb kann man es herumstoßen. Ein feines Porzellangefäß ist sehr zerbrechlich, deshalb muss es mit Vorsicht und Respekt behandelt werden.

Traurigerweise wird die Kirche mit dem Anstieg der Scheidungsraten immer verurteilender. Die Sprache der Gesetzlichkeit intensiviert sich. Aber wir haben ein unmögliches Eherezept zusammengebraut. Wir müssen bedenken, dass das Gewicht unserer Doktrinen den Anstieg der Scheidungen  christlicher Ehen mit beeinflusst.

Wenn du gewisse Lehren findest die Spannungen in deine Ehe bringen, wie gut können dann diese Lehren sein? Gottes Wort lehrt uns einander zu lieben und dieser Ausdruck zu geben, indem wir einander feiern, dienen und ermutigen. Das ist genug um unsere Beziehungen zu verändern und Ehen wieder auf den Erfolgskurs zu bringen.

Don Francisco  (www.rockymountainministries.org)

9 Gedanken zu „Scheidung – Wiederheirat – das leidvolle Thema

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  2. Na wenn das mal keine Aussage ist mit der man etwas anfangen kann. Dankeschf6n !!!Wobei ich wrliikch sagen muss, wenn das wrliikch so ist, dann finde ich das nur arm. Richtig arm.Ich meine es spricht ja nichts dagegen sich nen neuen Partner zu suchen aber einfach nur den/die ne4chstbeste zu nehmen um eben fcberhaupt einen zu haben das ist ja mehr als .. mir fehlen die Worte !

  3. Pingback: Was sagt Gott zu Ehescheidung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und Frauen als Pastorinnen? – THS Akademie

  4. Man beachte, was zuvor geschrieben steht:
    V.5 … und die zwei werden ein Fleisch sein.
    V.6 .. was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden
    V.7 … warum hat denn mose geboten, ihr eine Scheidebrief zu geben…
    aber dann beachte man doch bitte was Jesus nun in V.8 sagt:
    „Moses hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang aber ist es nicht slso gewesen“.
    Das sagt mir: Unter dem Gesetz hat Mose gestattet wegen der Herzenshärtigkeit, jetzt leben wir unter Gnade! Gott gab dem wiedergeborenen Christen ein neues Herz, (nicht mehr hart wie Stein) und mit diesem neuen Herzen haben wir Christen nun Jesus selbst mitsamt dem Vater und der Kraft des Heiligen geistes die Möglichkeit nicht mehr „unserem steinernes Herz“ zu folgen, sondern uns durch die wunderbare Gnade und täglich von Gott zu dem Menschen verändern zu lassen, der aus der Gnade heraus lebt, jede tag, Gnade um Gnade, das steht uns täglich zur Verfügung.
    Und beachten wir bitte auch V. 9:
    hier sagt Jesus: „Ich sage euch aber:…, d.h.jesus legt hier die „Latte wieder höher“, als sie unter Mose gestattet war. Und oben sagte Jesus bereits, 2von Anfang war es nicht so“! Jesus wollte den Standard heben und dies ist jedem Christen möglich.
    vgl. 2.Tim 3,5..“welche eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen“!
    So verstehe ich diesen Abschnitt und nennt mich jetzt nicht gleich Pharisäer, gesetzlich und was es sonst noch alles für Verunglimpfungen gibt für Christen, die diesen Abschnitt so verstehen wie ich.

  5. Sehr geehrter Herr Schröder,
    leider bin ich in den letzten beiden Jahren durch Wohnungsuche, Umzug und vieles Andere sehr beschäftigt gewesen. Doch möchte ich nicht unterlassen Ihnen zu antworten. Ich möchte dies nicht aus einer Haltung der Überheblichkeit tun, sondern Ihnen ehrlich meine Gedanken mitteilen. Meine Antwort habe ich in einem neuen Blog-Beitrag zusammengefasst:

    Immer wieder begegne ich Leuten, die, weil sie sich der Bibel gegenüber als dem Wort Gottes verpflichtet fühlen, eine Wiederheirat für Geschiedene kategorisch ablehnen. Weil ich mich ebenfalls der Bibel gegenüber verpflichtet fühle, kann ich diese Leute verstehen, und möchte sie nicht generell als Pharisäer bezeichnen. Ist es denn ein Fehler, treu dem Worte Gottes zu gehorchen und sich dem liberalistischen Geist der heutigen Zeit, der besonderes in der westlichen Welt herrscht, entgegenzustellen? Hat nicht Jesus selbst darauf hingewiesen, dass es auch auf das Jota ankommt und man nicht leichtfertig Gottes Anweisungen ignorieren sollte? Ja, Er hat es getan und Er war es, der immer auf den Willen des Vaters gehört und ihm gehorcht hat. Durch seinen Gehorsam, sind wir die Ungehorsamen gerecht geworden! Wer eine geringe Sache einfach umstößt, tut es morgen mit einer großen! Die Verrückung der Grenzen ist in vollem Gange! Was ist der tiefere Sinn dieser Bibelstelle von Matth. 5:17 ff? Darüber müsste man ausführlich nachdenken. Ist es die Errichtung eines neuen, noch genaueren „Buchstabengesetzes“?
    Ob jemand aus einem pharisäischen, überheblichen Geist heraus handelt, in seinem Reden, Denken und Tun, kann letztlich nur Gott beurteilen, der unsere Herzen kennt. Ob jemand die Befolgung eines Gebotes in einem tieferen, umfänglichem Sinne meint oder sich nur in einem leichtfertigen, rebellischen Geist vom Gehorsam Gott gegenüber befreien will, kann ebenfalls nur er entscheiden.
    Hier nun ein Dialog mit jemandem, der bzgl. der Wiederheirat Geschiedener eine andere Meinung vertritt und meine Antwort darauf:
    Sie Schreiben: Man beachte, was zuvor geschrieben steht: V.5 … und die zwei werden ein Fleisch sein, V.6 .. was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden, V.7 … warum hat denn mose geboten, ihr eine Scheidebrief zu geben…aber dann beachte man doch bitte was Jesus nun in V.8 sagt:„Moses hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang aber ist es nicht slso gewesen“.
    Dem allen kann und muss ich auch voll zustimmen. Allerdings hat ein Bund eines vollkommenen Gottes mit dem unvollkommenen Menschen immer auch mit der menschlicher Sünde (Zielverfehlung) zu tun. An dieser Stelle hatte der Bund mit dem Volk Israel seine Ausnahmereglungen, um die Menschen nicht in einer unlösbaren Situation zu belassen. Sollte Jesus, der ja auch der Gott des Alten Testamentes ist, im Neuen Bund anders handeln? Auch wenn die moralischen Ansprüche im Neuen Bund ungleich viel höher sind und die Innewohnung des Heiligen Geistes die Menschen dazu befähigt nach Gottes Gesetzen zu handeln, weil er ihnen ein „neues Herz“ durch die Wiedergeburt gegeben hat – gemäß den Verheißungen bei Jeremia und Hesekiel.
    Dennoch, wer in die Lehrbriefe hineinschaut und neutestamentliche Gemeinde wirklich kennt – ich spreche gar nicht von den Amtskirchen -, weiß, dass auch dort „Unfälle“ geschehen, die es aus pastoraler Sicht zu klären gilt.
    Meine Freunde sind Missionare in Südamerika, teils in Elendsvierteln und teils unter den Guaranies in Argentinien. Was sollten sie nun tun, wenn eine geschiedene Frau zu ihnen kommt mit einigen Kindern von unterschiedlichen Vätern und nun nach einer -evtl. sogar neuen Bekehrung – jemanden findet, der für sie und die Kinder sorgen und nun mit ihr zusammenleben will. Das ist kein Einzelfall, sondern manchmal Norm! Soll er ihr gebieten, allein zu bleiben? Was ist mit den Leuten, die vorher zwar nicht verheiratet waren aber promiskuitiv gelebt haben? Die dürfen dann heiraten? Ach ja, da gibt es dann die Leute, die sagen, dass dies ja alles vor der Bekehrung geschah …. Dann ist es nicht gültig?!
    Weiter sagen Sie: Das sagt mir: Unter dem Gesetz hat Mose gestattet wegen der Herzenshärtigkeit, jetzt leben wir unter Gnade! Gott gab dem wiedergeborenen Christen ein neues Herz, (nicht mehr hart wie Stein) und mit diesem neuen Herzen haben wir Christen nun Jesus selbst mitsamt dem Vater und der Kraft des Heiligen geistes die Möglichkeit nicht mehr „unserem steinernes Herz“ zu folgen, sondern uns durch die wunderbare Gnade und täglich von Gott zu dem Menschen verändern zu lassen, der aus der Gnade heraus lebt, jede tag, Gnade um Gnade, das steht uns täglich zur Verfügung. Und beachten wir bitte auch V. 9:hier sagt Jesus: „Ich sage euch aber:…, d.h.jesus legt hier die „Latte wieder höher“, als sie unter Mose gestattet war. Und oben sagte Jesus bereits, 2von Anfang war es nicht so“! Jesus wollte den Standard heben und dies ist jedem Christen möglich. vgl. 2.Tim 3,5..“welche eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen“!
    So verstehe ich diesen Abschnitt und nennt mich jetzt nicht gleich Pharisäer, gesetzlich und was es sonst noch alles für Verunglimpfungen gibt für Christen, die diesen Abschnitt so verstehen wie ich.
    Ich möchte diese gegenseitigen Verunglimpfungen unter Christen völlig lassen! Ich hasse das! Ok, wenn jemand die Grundpfeiler des Evangeliums verleugnet, Jesus ist nicht Gottes Sohn, Er ist nicht auferstanden, die Bibel ist nicht Gottes Wort, man muss durch eigene Werke gerecht werden …., dann irrt er völlig, aber über viele andere Dinge kann man diskutieren, man muss sich damit auseinandersetzen, darüber nachdenken usw.
    Aber eine persönliche Frage an Sie: Sind Sie Glied einer lebendigen Gemeinde, in der sich ständig Menschen bekehren aus unterschiedlichsten Verhältnissen? Auch junge völlig Entkirchlichte, die es gilt zu Jüngern Jesu zu machen? Es gibt ja auch traditionelle Gemeinden, in denen seit Generationen hohe moralische Regeln gepflegt werden, aber seit Jahrzehnten keiner mehr von draußen dazukommt, außer den ein oder anderen Abgeirrten aus den eigenen Reihen. Glauben Sie mir, ich habe große Liebe zu diesen Gemeinden und Geschwistern. Man hat dort „relativ“ seine Ruhe (Musik, Kleidung, Gottesdienstgestaltung, …..) Ich habe in solchen Gemeinden viele Freunde und kenne Sie gut. Doch ist das unsere Aufgabe als Christen, als Gemeinden? Wo ist der explosive, nach außen gerichtete Einfluss? Wo bleibt die Apostelgeschichte? Ja, ich weiß, wir leben in der letzten Dispensation, am Ende der Endzeit, da wird es immer gottloser, …… Kennen wir die Geschichte? Was ist mit den Millionen Bekehrten weltweit in der letzten Zeit in China, im Iran, in Indien, Afrika, Südamerika ….? Sollte Gott nicht auch unsere Gesellschaft und Generation retten wollen? Dazu benötig er Leute, die bereit sind die Komfortzone zu verlassen!
    Ich möchte Sie wirklich nicht als Pharisäer bezeichnen, wenn Sie sich dem Wort Gottes verpflichtet fühlen und nicht der liberalen, modernen Theologie. Ich möchte die Worte Jesu auch ernst nehmen. Doch ist für mich der Neue Bund nicht nur eine Sammlung von neuen nochmals überhöhten moralischen Gesetzen, sondern ein Bund der Gnade, der Wiederherstellung, der Vergebung.
    Ich meinerseits wünsche Ihnen von Herzen Gottes Segen
    Gernot Nakaten

  6. Das Thema ist kompliziert. Exegetisch ist der Artikel nicht ganz zutreffend, weil in der Stelle in Math. zwar das Wort „entlassen“ verwendet wird, jedoch im Korintherbrief zitiert Paulus Christus mit „scheidet“, d.h. es werden entlassen und scheiden gleich verwendet und es ist hier diese Argumentation in diesem Punkt nicht ganz so stichhaltig.
    Daher wird man nicht umhin kommen, dass Scheidung immer mit Sünde korrespondiert, auf einer oder auf beiden Seiten. Aber es ist nicht ohne Sünde. Ob man dann sich wieder verheiratet, weil man alleine nicht bleiben kann, führt zum nächsten Sündenproblem, welches aber auch oft mit Sünden in der Unfähigkeit alleine zu leben verbunden ist.
    Ich persönlich halte daher Wiederheirat für zulässig bzw. vertretbar, wenn es keine Lebenssituation gibt, dass man in Frieden leben kann. Dazu sind wir auch berufen. Dieser Lebensfriede muss da sein, um als Christ leben zu können.

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