Neue Geburt

Wenige Teile der Botschaft Jesu werden mit solchem Widerspruch bekämpft, wie die Tatsache des ewigen Gerichtes. Wer mag sich mit der ewigen Verdammnis abfinden? Ja, ein Leben nach dem Tode, ein Leben im göttlichen Licht für alle, das könnte gut sein.

Doch eindeutig wie kein anderer spricht Jesus auch von der Hölle.

Die Bibel spricht deutlich davon, dass die ganze Welt unter dem Fluch der Sünde liegt, verursacht durch die Sünde der ersten Menschen Es handelt sich hier nicht um „Erbsünde“, sondern wir alle haben ebenso gesündigt. Es gab und gibt Entscheidungen in unserem Leben, in denen wir uns aus unserer kindlichen Unschuld hinausbegaben in bewusste Schuld und Sünde.

Die Bibel spricht davon, dass alle Menschen Sünder sind und ohne Erlösung verloren sind. Eine schwere Herausforderung für alle, die in ihren eigenen Augen so edel sind. Ja, ein Nero, Caligula, Hitler, Stalin, der Kinderschänder, den die Medien beschreiben, … mag sie das Gericht Gottes treffen. Aber wir, wir haben doch nichts wirklich Böses getan. Doch! Jesus kam für jeden von uns, um mit seinem eigenen Blut das Lösegeld zu bezahlen, um unsere Gerechtigkeit zu bewirkten. Unter diesem Aspekt ist das Evangelium als gute Botschaft zu verstehen. Du und ich, wir haben die Verdammnis verdient, werden aber ohne Verdienst gerecht durch den Glauben an Jesus Christus und sein für uns vergossenes Blut.

Auch Gottes Heiligkeit wird stark angezweifelt und widerspricht dem Denken des modernen Menschen, der keine andere Heiligkeit anerkennt als sich selbst und seine Menschenrechte. Sehr widersprüchlich ist allerdings, dass in diesem Zusammenhang die Ungeborenen offenbar keine Menschenrechte haben.

Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit lässt keine „fünf gerade sein“. Sünde ist Sünde und steht unter dem Fluch. Da wir aber in unserem Wesen sündig sind, können wir nicht anders als „das Ziel verfehlen“. Deswegen bedarf es, wie Jesus einem frommen Zeitgenossen erklärt, einer „neuen Geburt“, einer völligen Erneuerung des Menschen durch den Geist Gottes. Nikodemus, so hieß der Mann, ein Gelehrter der damaligen Zeit, verstand das nicht. Erst der versteht es, der es an sich selbst erlebt hat.

Die Ideologie, die heute wie keine andere das Denken und die Vorstellung insbesondere der europäischen Menschen beeinflusst, ist der – ich will es „Biologismus-Evolutionismus“ nennen. Diese Ideologie braucht – obwohl sie nicht wirklich fähig ist das Wunder des Lebens zu erklären – keinen Schöpfer, keinen Designer , keinen Gott. Durch Zufall, Überlebenskampf und Sieg des „Fittesten“ ist das Leben entstanden und hat sich selbst höher entwickelt. An dieser Stelle ist interessant, dass der Gedanke keineswegs konsequent durchdacht wird. Vor diesem Hintergrund hätte Hitler nämlich mit seiner Rassenhygiene teilweise recht gehabt. Alles untaugliche Erbgut müsste verschwinden und nicht im christlich-sozialen Gefühlsdusel gehätschelt und gepflegt werden. Mich schaudert! Der „fähigste“ Mensch, das Maß aller Dinge! Der Übermensch!

Neben der Tatsache, dass absolut keine Mechanismen bekannt sind, die echte Höherentwicklung, ja überhaupt die Entstehung von sich selbst organisierenden Wesen begründet, gebärden sich die Vertreter dieser Ideologie als die einzigen wahren Wissenschaftler und sind höchst intolerant allen gegenüber, die an die Schöpfung glauben. So ist Kreationismus zum Schimpfwort geworden. Kreationisten – ohne in irgendeiner Weise zu differenzieren – werden fanatischen Fundamentalisten gleichgesetzt oder als dumme Einfaltspinsel hingestellt.

Jedes Haus braucht ein Fundament und jeder Mensch möchte sich gerne in seinem Leben auf feste Werte stützen. Ich jedenfalls kenne niemanden, der nicht fundamentale Werte anerkennt und seien sie noch so wage, und werden sie auch nur von anderen sich selbst gegenüber eingefordert. Insbesondere durch den fundamentalen Islam ist dieser Begriff nun zum Schreckgespenst geworden. Aber alle auf dieser Welt, die auf sozialen oder sonstigem Gebiet Großes geleistet haben waren in ihrer Art Fundamentalisten. Jesus selbst war einer, aber auch Franz von Assisi, Mutter Theresia und auch Gandhi.

Ich persönlich bekenne mich dazu ein christlicher Fundamentalist zu sein. Christus ist mein Fundament, auf dem ich mein „Lebenshaus“ bauen will. Ich wüsste keine bessere Grundlage.

Man darf auch christliche Fundamentalisten nicht mit religiösen auch christlichen Fanatikern verwechseln. Diese gab und gibt es natürlich auch zuhauf. Jede, selbst die beste und hehrste, Weltanschauung, lässt sich missbrauchen für Machtgelüste, Geldgier …..

Nirgendwo habe ich solch kräftige und wirksame Worte gefunden wie in der Heiligen Schrift, und mit einem kurzen Abschnitt möchte ich zunächst schließen

1 1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. 4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. 6 Es wurde ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. 7 Dieser kam zum Zeugnis, um zu zeugen von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. 8 Nicht er war das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. 9 Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. 10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. 11 Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 13 welche nicht aus dem Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. 14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Das Hohelied der Liebe Gottes

13 1 Wenn ich mit Menschen und Engelzungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich weissagen kann und alle Geheimnisse weiß und alle Erkenntnis habe, und wenn ich allen Glauben besitze, so daß ich Berge versetze, habe aber keine Liebe, so bin ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe austeile und meinen Leib hergebe, damit ich verbrannt werde, habe aber keine Liebe, so nützt es mir nichts!

4 Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; 5 sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

8 Die Liebe hört nimmer auf, wo doch die Prophezeiungen ein Ende haben werden, das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufgehoben werden soll. 9 Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; 10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk abgetan. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindisch war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.