Der Zehnte

Freie Kirchengemeinden finanzieren sich nicht von der Kirchensteuer, sondern mit Hilfe eigener Spenden. Oft geben sie den Zehnten. Im angelsächsischen Bereich heißt das „tithing“. Die meisten Gemeinden sind neutestamentlich ausgerichtet und sehen kultische Gebote, die für das Volk Israel, galten, der paulinschen Lehre folgend, nicht mehr als verbindlich an: Beschneidung, Sabbatgebot, Speisegebote etc.. Die Beschneidung ist die des Herzens (Kol. 2:11) Der Sabbat ist mit Christus angebrochen, und wir sind eingeladen in die Sabbathruhe hineinzugehen und in ihr zu bleiben (Heb. 4:9-11), und was die Speisegebote betrifft, so sagt Jesus: „Was in den Mund hinein und durch den After hinausgeht, verdirbt den Menschen nicht, sondern die bösen Gedanken des Herzen, die aus den Mund hinausgehen (Mt. 15:11ff).

Überhaupt, so wird uns bezeugt, ist Christus des Gesetzes Ende und wer es wieder aufzurichten versucht, der ist unter dem Fluch (Gal. 3:10). Und wie ist das mit dem Zehnten? Die Gemeinden müssen ja finanziert, das Werk Gottes muss betrieben werden. Zudem soll unser Überfluss den Mangel der Armen ausgleichen. 
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